Was ist Kryptowährung Harvesting und ist es möglich, damit Geld zu verdienen. Wie kompliziert es ist und ob es die Aufmerksamkeit von Krypto-Enthusiasten wert ist oder ob es günstigere Wege gibt, Kryptowährungen zu verdienen.

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Was Kryp­to­wäh­rung Har­ve­s­ting ist, lässt sich im Grun­de leicht erra­ten, wenn man das Wort aus dem Eng­li­schen über­setzt. Har­ve­s­ting heißt über­setzt “ern­ten”. Das heißt, wir wis­sen bereits, dass es sich um einen Pro­zess han­delt, der mit der Ern­te zusam­men­hängt. Dar­über hin­aus ver­ste­hen wir, dass es bei Kryp­to­wäh­run­gen dar­um geht, Gewin­ne zu erzie­len. Las­sen Sie uns näher erläu­tern, was und unter wel­chen Bedin­gun­gen man mit der Ern­te ver­die­nen kann.

Zunächst ein­mal müs­sen wir dar­auf hin­wei­sen, dass sich die­ser Begriff auf die Kryp­to­wäh­rung NEM bezieht. Weil sie einen nicht stan­dar­di­sier­ten Mining-Algo­rith­mus hat, der sich von dem der meis­ten Kryp­to­wäh­run­gen unter­schei­det. NEM (voll­stän­di­ger Name: New Eco­no­my Move­ment) ist eine 2015 ein­ge­führ­te Kryp­to­wäh­rung, die in Java und Java­Script geschrie­ben wur­de. Die Block­chain die­ser Kryp­to­wäh­rung wird mit­tels Pro­of-of-Impor­t­ance (POI) gebil­det. Dies ist ein Algo­rith­mus mit der Bezeich­nung “Pro­of-of-Impor­t­ance”. Die Teil­neh­mer an die­ser Art von Mining bil­den die Blö­cke und ermög­li­chen die Akti­vi­tät des Net­zes. Infol­ge­des­sen wer­den sie dafür belohnt — “geern­tet”. Der Pro­zess, der die NEM-Block­chain lebens­fä­hig macht, wird daher als Har­ve­s­ting bezeichnet.

Was wird für das Harvesting benötigt?

Bei der Gewin­nung von NEM wer­den meh­re­re Fak­to­ren berück­sich­tigt, die sich auf die Erträ­ge auswirken:

  • Die Men­ge an Kryp­to­wäh­rung auf dem Kon­to, die gemint wird;
  • Die Anzahl der Trans­ak­tio­nen auf die­sem Kon­to. Mit ande­ren Wor­ten: die Akti­vi­tät im Netzwerk;
  • Die Zeit­span­ne, in der das Kon­to online ist. Das heißt, die Zeit, solan­ge die Mün­zen auf dem Kon­to sind.

Dar­über hin­aus gibt es Anfor­de­run­gen für das Konto:

  • Das Kon­to ist akti­viert. Das heißt, der öffent­li­che Schlüs­sel muss im Netz sicht­bar sein. Dazu muss eine aus­ge­hen­de Trans­ak­ti­on von dem Kon­to getä­tigt werden;
  • Das Kon­to muss über 10.000 oder mehr akti­ve XEMs ver­fü­gen. Die­se XEMs müs­sen eine Zeit lagern, bevor sie aktiv wer­den kön­nen. Die­ser Pro­zess soll­te mit tech­ni­schen Anlei­tun­gen zur Nut­zung die­ser Block­chain näher unter­sucht werden.

Die Ver­gü­tung der Teil­neh­mer, die das NEM-Block­chain-Netz­werk am Leben erhal­ten, folgt einem vor­ge­ge­be­nen Algo­rith­mus. Die Kon­ten, die das Netz unter­stüt­zen, wer­den mit XEM gut­ge­schrie­ben. Da sie bereits zu Beginn alle mit ins­ge­samt 8.999.999.999 XEMs aus­ge­ge­ben wer­den, fin­det kein Mining in Echt­zeit statt.

Die Token wer­den ein­fach den Kon­ten gut­ge­schrie­ben, die sich an der Auf­recht­erhal­tung des Netz­werks betei­li­gen und die oben genann­ten Kri­te­ri­en erfül­len. Je mehr und je län­ger ein Kon­to aktiv ist, des­to wich­ti­ger ist es für das Netz­werk. Je nach­dem wer­den die Kon­ten für die Bestä­ti­gung von Trans­ak­tio­nen belohnt und erhal­ten eine Pro­vi­si­on vom Netzwerk.

Die Erträ­ge für die Teil­nah­me am Har­ve­s­ting sind für die Kryp­to­wäh­rungs­bran­che rela­tiv gering und lie­gen bei etwa 4 % pro Jahr. Das ist ziem­lich wenig für Kryp­to­wäh­rungs­ge­win­ne. Die Ern­te wird jedoch als lang­fris­ti­ge Inves­ti­ti­on betrachtet.

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Titelbild: Anton Klyuchnikov / Pexels.com

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