Was ist eine Multisignatur? Erfahren Sie mehr über das Konzept, das für den Schutz von Kryptowährungen gilt.

was-ist-eine-multisignatur

Die Sicher­heit von Kryp­to-Ver­mö­gens­wer­ten soll­te für alle obers­te Prio­ri­tät haben. Wenn Sie eine gro­ße Men­ge an Bit­coins oder ande­ren Kryp­to­wäh­run­gen besit­zen, ist es die rich­ti­ge Lösung, die­se in einem spe­zi­el­len Hard­ware-Wal­let (Spei­cher­ort) zu lagern. Dort sind sie siche­rer, da vie­le von ihnen einen spe­zi­el­len Mul­ti­si­gna­tur-Algo­rith­mus ver­wen­den. Damit wir uns rich­tig ver­ste­hen: Was ist Mul­ti­si­gna­tur und wie schützt sie Ihr Vermögen?

Was ist eine Multisignatur?

Eine Mehr­fach­si­gna­tur ist ein spe­zi­el­ler Sicher­heits­me­cha­nis­mus, der aus meh­re­ren gehei­men Schlüs­sel­si­gna­tu­ren besteht, die zur Durch­füh­rung einer Trans­ak­ti­on ver­wen­det werden.

Ver­ein­facht gesagt, muss eine Trans­ak­ti­on von meh­re­ren Per­so­nen oder auto­ma­ti­sier­ten Smart Con­tracts mit einem spe­zi­el­len Schlüs­sel vali­diert wer­den, um sie durchzuführen.

Es ist im Grun­de wie ein Bank­schließ­fach mit meh­re­ren Schlös­sern. Es gibt nur weni­ge ein­deu­ti­ge Schlüs­sel, die von ver­schie­de­nen Per­so­nen gehal­ten wer­den. Und nie­mand weiß, wo genau die sind.

Wie funktioniert die Multisignatur innerhalb des Speicherorts?

Wie die Multisignatur in einem Tresor funktioniert. Foto: Jorien Loman / Unsplash.com

Ange­nom­men, ein Angrei­fer möch­te die Geld­bör­se eines Hard­ware­be­nut­zers steh­len und hackt des­sen Ser­ver. Um das Geld zu steh­len, muss er es von dort aus durch eine Über­wei­sung oder eine ein­fa­che Block­chain-Trans­ak­ti­on in sein Wal­let bringen.

Aller­dings müs­sen meh­re­re (4 bis 10 oder mehr) beson­ders pri­vi­le­gier­te Adres­sen zustim­men, um die­se Trans­ak­ti­on durch­zu­füh­ren. Sie alle (im Wesent­li­chen beson­de­re Men­schen mit ihrem eige­nen ein­zig­ar­ti­gen und gehei­men Zugangs­schlüs­sel) befin­den sich an ver­schie­de­nen Orten, in ver­schie­de­nen Gerichts­bar­kei­ten und unter ver­schie­de­nen Schutzmaßnahmen.

Um in einen Spei­cher­ort ein­zu­bre­chen, der sich z. B. in 4 ver­schie­de­nen Län­dern der Welt befin­det, müss­ten die Angrei­fer irgend­wie ein­drin­gen und in den Besitz aller 4 Spe­zi­al­schlüs­sel gelan­gen. Nur dann kön­nen sie eine gefälsch­te Trans­ak­ti­on vali­die­ren und das gesam­te Geld der Nut­zer in ihre Brief­ta­sche einzahlen.

In der Rea­li­tät der Digi­ta­li­sie­rung und der Block­chain ist dies jedoch ein­fach nicht mög­lich. Selbst wenn sie in den Besitz eines der pri­va­ten Schlüs­sel gelan­gen, wird das Sys­tem erken­nen, dass etwas nicht stimmt. Und Hacking-Akti­vi­tä­ten wer­den verhindert.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Speicherort

Natür­lich ist jedes Sys­tem nicht per­fekt, und theo­re­tisch kann es gehackt wer­den. Des­halb wer­den in sol­chen Spei­cher­or­ten meist zusätz­li­che Sicher­heits­maß­nah­men ergrif­fen, um die Gel­der der Kun­den zu schützen.

Der Bun­ker, in dem das gesam­te Geld des Spei­cher­orts auf­be­wahrt wird, ist zum Bei­spiel gut und stän­dig bewacht. Und die Gerichts­bar­keit sol­cher Orte wird als die sichers­te aus­ge­wählt. Zum Bei­spiel in der Schweiz, in Liech­ten­stein oder in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emiraten.

Wenn der Spei­cher­ort also über ein Sys­tem mit meh­re­ren Unter­schrif­ten sowie über zusätz­li­che Sicher­heits­maß­nah­men ver­fügt, kön­nen Sie Ihr Geld über Jah­re hin­aus sicher verwahren.

167
Titelbild: Kathyryn Tripp / Unsplash.com

Lesen Sie auch: