Die häufigsten Blockchain-Konsens sind Proof-of-Stake und Proof-of-Work. Schauen wir uns an, welche Merkmale diese beiden Algorithmen voneinander unterscheiden.

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PoS ist eine Abkür­zung für den eng­li­schen Aus­druck “Pro­of-of-Sta­ke”, was soviel bedeu­tet wie „Eigen­tums­nach­weis“. Nach die­sem Prin­zip der Ket­ten­bil­dung erhält ein Nut­zer, der nati­ve Coins auf sei­nem Wal­let gesperrt hat, das Recht, einen neu­en Block an die Block­chain anzu­hän­gen, sowie die Beloh­nung für die­se Akti­on zu bekom­men. Aber das ist nicht der ein­zi­ge Unter­schied. Schau­en wir uns den Unter­schied zwi­schen PoS und PoW Kon­sens genau­er an.

Merkmale eines Proof-of-Stake Algorithmus

Nen­nen wir die Haupt­merk­ma­le des PoS-Pro­to­kolls, die es von sei­nen Ana­lo­ga unterscheiden:

  • Ers­tens, um Geld zu ver­die­nen, reicht es aus, Mün­zen für Ihr Wal­let zu kau­fen und sie dar­auf zu blo­ckie­ren. Der Min­dest­be­trag für das Sta­king hängt von den Bedin­gun­gen einer bestimm­ten Block­chain ab.
  • Zwei­tens moti­viert die Block­chain die Teil­neh­mer, Mün­zen zu akku­mu­lie­ren, da der Gewinn von ihrer Anzahl abhängt. Daher wer­den sie es nicht gegen ein ande­res Kryp­to sowie Fiat tau­schen, wodurch der Wech­sel­kurs bei­be­hal­ten wird.
  • Drit­tens hat jeder Teil­neh­mer beim Sta­king die Chan­ce, eine Beloh­nung zu erhal­ten. In eini­gen Block­chains ist die Anzahl der Coins nicht der ein­zi­ge Fak­tor, der das Recht beein­flusst, einen neu­en Block an die Block­chain hin­zu­fü­gen. Ande­re Fak­to­ren kön­nen eben­falls berück­sich­tigt werden.
  • Vier­tens benö­ti­gen PoS-Block­chains deut­lich weni­ger Strom für den Betrieb. Es wer­den weder vie­le Vali­die­rungs­kno­ten, noch die leis­tungs­stärks­ten Com­pu­ter benö­tigt, um sie am Lau­fen zu hal­ten. Es gibt aber bestimm­te Anfor­de­run­gen an Server.

Daher wird PoS als viel­ver­spre­chen­de­re Opti­on ange­se­hen, obwohl es nach der Ver­öf­fent­li­chung der Block­chain im Pro­of-of-Work-Pro­to­koll erschien. Schau­en wir uns sei­ne Eigen­schaf­ten an.

Merkmale eines Proof-of-Work Algorithmus

Die Haupt­un­ter­schie­de die­ses Pro­to­kolls wer­den im Fol­gen­den beschrieben:

  • Die Nut­zer mit leis­tungs­star­ken Rechen­res­sour­cen kön­nen neue Blö­cke gene­rie­ren. Daher wird die Ein­stiegs­schwel­le für das Mining einer belieb­ten Kryp­to­wäh­rung mit einer gro­ßen Anzahl von Minern hoch sein.
  • Von Zeit zu Zeit müs­sen Miner einen Teil ihrer Ein­nah­men abhe­ben, um die Gemein­kos­ten für den Betrieb der Mining-Far­men zu bezah­len. Regel­mä­ßi­ge Münz­ver­käu­fe sen­ken den Preis eines finan­zi­el­len Ver­mö­gens­wer­tes im Ver­gleich zu ande­ren Mün­zen auf dem Markt.
  • In PoW kann das Recht, einen Block anzu­hän­gen, nur durch Berech­nun­gen erwor­ben wer­den. Daher sind die Teil­neh­mer mit moder­nen und teu­ren Gerä­ten im Vor­teil. Die rest­li­chen Teil­neh­mer haben eine mini­ma­le Chan­ce, eine Beloh­nung zu erhalten.
  • Die PoW-Block­chains ver­brau­chen viel Strom und durch die ste­tig stei­gen­de Rechen­leis­tung im Ren­nen der Miner nimmt die ver­brauch­te Ener­gie­men­ge all­mäh­lich zu. Dies ist not­wen­dig, um hohe Chan­cen zu haben, die Berech­nung schnel­ler abzu­schlie­ßen und eine Beloh­nung zu erhalten.

Dar­aus kön­nen wir schlie­ßen, dass PoS viel­ver­spre­chen­der ist als der weit ver­brei­te­te „Arbeits­nach­weis“, also macht es Sinn, auf „grü­ne“ Kryp­to­wäh­run­gen zu achten.

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Titelbild: Museums Victoria / unsplash.com

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