Der Mining-Betrieb von Kryptowährungen wird vorläufig fortgesetzt, erklärte er. Es wird berichtet, dass das Unternehmen Compute North einen Schuldenberg von 500 Millionen US-Dollar angehäuft hat.

Konkursantrag für Krypto Mining Rechenzentrum фото 1

Eines der welt­weit größ­ten Rechen­zen­tren zum Minen von Kryp­to­wäh­run­gen hat einen Insol­venz­an­trag gemäß Chap­ter 11 in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ein­ge­reicht. Wie ein Spre­cher des Unter­neh­mens gegen­über dem Maga­zin Coin­desk erklär­te, beab­sich­tigt Com­pu­te North, einen “umfas­sen­den Umstruk­tu­rie­rungs­pro­zess” in die Wege zu lei­ten. Das Unter­neh­men hat nach Anga­ben von Bloom­berg eine Schul­den­last in Höhe von einer hal­ben Mil­li­ar­de US-Dollar.

Bei Com­pu­te North sind vier Rechen­zen­tren in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten in Betrieb, zwei davon in South Dako­ta und je eines in Nebras­ka und Texas. Auf Twit­ter haben bereits Part­ner von Com­pu­te North wie bei­spiels­wei­se Mara­thon Digi­tal und Com­pass Mining Stel­lung genom­men. Es wird erwar­tet, dass der Kon­kurs den Betrieb vor­erst nicht beein­träch­tigt. Bereits im Febru­ar 2022 konn­te sich Com­pu­te North eine neue Finan­zie­rung von ins­ge­samt 385 Mil­lio­nen US-Dol­lar sichern.

Auf das Mining von Kryp­to­wäh­run­gen auf­bau­en­de Unter­neh­men gera­ten schon seit eini­ger Zeit in finan­zi­el­le Bedräng­nis. Zu den Grün­den für die­se Ent­wick­lung gehö­ren die seit Mai 2022 rück­läu­fi­gen Prei­se für Kryp­to­wäh­run­gen sowie die wach­sen­den Energiekosten.

Dem Jah­res­be­richt von Com­pu­te North zufol­ge konn­te der Part­ner Mara­thon sei­ne Pro­duk­ti­on von Bit­coin im zwei­ten Quar­tal 2022 gegen­über dem ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum immer­hin um acht Pro­zent auf 707 Bit­coin stei­gern. Der Ver­lust zwi­schen April und Juni beträgt jedoch 191 Mil­lio­nen US-Dollar.

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Fallender Bitcoin-Preis in Kombination mit steigenden Energiekosten

Einer Ana­ly­se zufol­ge sind die Ein­nah­men der Berg­bau­un­ter­neh­men bis zum Monat Juli 2022 um gan­ze 80 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Strong­hold, eben­falls ein US-ame­ri­ka­ni­sches Mining-Unter­neh­men, hat sei­nem Kapi­tal­ge­ber im August 2022 Mining-Rigs zur Til­gung eines Teils sei­ner Schul­den zur Ver­fü­gung gestellt. Dabei wur­den 26.200 Gerä­te abge­ge­ben und es wur­den Schul­den in Höhe von 67,4 Mil­lio­nen US-Dol­lar abgebaut.

Ethe­re­um, der Zweit­plat­zier­te unter den Kryp­to­wäh­run­gen, stopp­te das Mining von neu­en Blö­cken mit dem lan­ge ange­kün­dig­ten Sys­tem­wech­sel zu Pro­of-of-Sta­ke. Im Anschluss an die tech­nisch erfolg­rei­che Umstel­lung ist der Preis von Ethe­re­um zwi­schen­zeit­lich gefallen.

Quel­le: www.golem.de

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Titelbild: www.shutterstock.com

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