Die Anpassung im Bereich der Kryptowährungen ist im Gang. Für den Geschäftsführer von Coinbase, Brian Amstrong, stellt das eine gute Nachricht dar. So rechnet er damit, dass der Sektor der Kryptowährungen einen bedeutenden Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Form von Einnahmen leisten wird.

Eine Milliarde Menschen im Besitz von Krypto фото 1

Anläss­lich der Mil­ken Institute’s Glo­bal Con­fe­rence 2022 hat sich Bri­an Arm­strong, aus­ge­spro­chen opti­mis­tisch über die Ent­wick­lung des Kryp­to­mark­tes geäußert.

Gibt es schon bald eine Milliarde Krypto-Nutzer?

Arm­strong zeigt sich in einem Gespräch, an wel­chem auch Cathie Wood, die Geschäfts­füh­re­rin von ARK Invest, teil­ge­nom­men hat, sehr über­zeugt. Er rech­net damit, dass die Zahl der Men­schen, die schon ein­mal Kryp­to­wäh­run­gen genutzt oder getes­tet haben, von der­zeit rund 200 Mil­lio­nen bis zum Ende die­ses Jahr­zehnts auf eine Mil­li­ar­de stei­gen wird. Dar­über hin­aus beton­te er die zuneh­men­de Nut­zung von Bit­coin & Co. sei­tens insti­tu­tio­nel­ler Inves­to­ren, die ihre Port­fo­li­os zuneh­mend um digi­ta­le Wäh­run­gen ergän­zen. „Dabei han­delt es sich um eine neue Anla­ge­klas­se, zu der man sich eine Mei­nung bil­den muss“, füg­te Arm­strong hinzu.

Die als aus­ge­spro­che­ne Kryp­to-Bul­le gel­ten­de Cathie Wood hat in die­sem Zusam­men­hang ange­merkt, dass die Akzep­tanz von Kryp­to­wäh­run­gen gera­de wegen der regu­la­to­ri­schen Unsi­cher­hei­ten in den USA nur sehr lang­sam wächst. „Ich selbst hät­te mehr Trans­pa­renz erwar­tet“, unter­strich die Star­in­ves­to­rin. „Wenn wir nicht vor­sich­tig sind, dann wird uns der Markt durch die regu­la­to­ri­sche Arbi­tra­ge weggenommen.“

Doch Arm­strong ist der Ansicht, dass es in die­ser Fra­ge schnell Fort­schrit­te geben wird, und ver­weist auf einen Wan­del im poli­ti­schen Den­ken: „Der Groß­teil der­je­ni­gen, mit denen ich im Kon­gress gespro­chen habe — 50 Pro­zent oder sogar mehr — befür­wor­tet Kryp­to­wäh­run­gen. Sie sind der Mei­nung, dass sie einen Net­to­nut­zen für die Gesell­schaft dar­stel­len.“ Inzwi­schen hat bereits jeder fünf­te Ame­ri­ka­ner Kryp­to­wäh­run­gen genutzt oder in irgend­ei­ner Form getes­tet, erklärt er, Ten­denz stark stei­gend. „Das ist eine enor­me Grup­pe von Wäh­lern. Dabei wird man poli­tisch schnell sehr unat­trak­tiv, sobald man gegen Kryp­to­wäh­run­gen ist.“

Starker Beitrag der Kryptowirtschaft zum BIP erwartet

Außer­dem glaubt Arm­strong, dass die Kryp­towelt einen wesent­li­chen Bei­trag zur Gesamt­wirt­schaft in der Zukunft leis­ten wird. „Ich den­ke, dass in 10 bis 20 Jah­ren ein signi­fi­kan­ter Teil des Brut­to­in­lands­pro­dukts durch die Kryp­to­wirt­schaft erwirt­schaf­tet wer­den wird“, zeigt sich der Coin­ba­se CEO zuversichtlich.„Viele Leu­te den­ken, dass sie viel­leicht die Gele­gen­heit ver­passt haben, weil sie Bit­coin bei 70.000 Dol­lar sehen. Aber wir ste­cken noch in den Kin­der­schu­hen“, setz­te Cathy Wood die Über­le­gung wei­ter fort.

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Bei­de CEOs sehen eine brei­te Palet­te von Anwen­dungs­fäl­len für digi­ta­le Wäh­run­gen. Als ein typi­sches Anwen­dungs­bei­spiel sieht Arm­strong den Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter, der gera­de von Elon Musk über­nom­men wer­den soll. Der Dienst hat die Mög­lich­keit eine Vor­rei­ter­rol­le im Bereich der dezen­tra­li­sier­ten sozia­len Medi­en ein­zu­neh­men. So gehö­ren die Online-Iden­ti­tä­ten und Inhal­te der Nut­zer nicht irgend­ei­ner kon­kre­ten Platt­form, son­dern den jewei­li­gen Nut­zern selbst, so Arm­strong. „Wenn Twit­ter dies nicht tut, so kann ich mir vor­stel­len, dass zahl­rei­che Star­tups und ande­re Unter­neh­men kon­kur­renz­fä­hi­ge dezen­tra­li­sier­te Social-Media-Pro­duk­te ent­wi­ckeln werden.“

Als wei­te­res Bei­spiel für die Anwen­dung von Kryp­to­wäh­run­gen ver­wies Arm­strong auf Kryp­to­städ­te. „Die Abstim­mung bezüg­lich der Vor­schlä­ge und der Infra­struk­tur wird auf der Grund­la­ge getrof­fen, wie vie­le Land­blö­cke man in die­ser Gemein­schaft hat“, sag­te Arm­strong. „Ich bin der Mei­nung, dass Kryp­to­wäh­run­gen die Art und Wei­se, wie sich die Men­schen zusam­men­fin­den und Orga­ni­sa­tio­nen bil­den, grund­le­gend ver­än­dern werden.“

Quel­le: www.finanzen.net

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Titelbild: www.shutterstock.com

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