In Deutschland gibt es sehr ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten, die einem buchstäblich den Atem rauben. Finden Sie heraus, welche.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten in Deutschland

Die unge­wöhn­lichs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten Deutsch­lands, mit denen sich das Land rüh­men kann, über­ra­schen mit ihren nicht stan­dard­mä­ßi­gen Lösun­gen. Las­sen Sie uns die­se erstaun­li­chen Orte gemein­sam besu­chen und die Schön­heit der mensch­li­chen Hand­wer­ke genießen.

TOP 9 der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands

“Waldspirale”

Und wir begin­nen unse­re Tour mit der “Wald­spi­ra­le” in Darm­stadt, deren Schöp­fer der gro­ße öster­rei­chi­sche Archi­tekt ist Frie­dens­reich Regen­tag Dun­kel­bunt Hun­dert­was­ser, sein Tauf­na­me ist Fried­rich Stowasser.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. "Waldspirale". Foto: Mikhail Varentsov / Shutterstock.com

Das ein­zig­ar­ti­ge Objekt ist in Form eines Hau­ses gebaut. Das ein­zig­ar­ti­ge Objekt ist in Form eines Hau­ses her­ge­stellt, in dem es kei­ne gera­den und schar­fen Ecken und kei­ne ein­zi­ge gera­de Linie gibt. Der Bau der „Wald­spi­ra­le“ wur­de im Jahr 2000 abge­schlos­sen. Heu­te beher­bergt sie 105 ein­zig­ar­ti­ge Apart­ments, ein eige­nes Restau­rant und eine Cock­tail­bar mit ori­gi­na­lem Interieur.

“Lebensretter”-Brunnen

Unter den unge­wöhn­li­chen Sehens­wür­dig­kei­ten Deutsch­lands ver­dient der “Lebens­ret­ter”- Brun­nen in Duis­burg Aufmerksamkeit.

“Lebensretter”- Brunnen. Foto: saiko3p / shutterstock.com

Das ist eine erstaun­li­che, 7 Meter hohe Skulp­tur, die sich dreht. Die Schöp­fer die­ses Stücks, das 1993 gebaut wur­de, sind Niki de St. Phal­le und Jean Tin­gue­ly aus Frank­reich. Die Figur hat die Form eines adler­ähn­li­chen Vogels, aus des­sen Flü­geln Was­ser­strö­me hinabstürzen.

Ein Para­dies­vo­gel mit leuch­ten­der Far­be dreht sich auf einer Platt­form, für deren Her­stel­lung ver­schie­de­ne Schrott­tei­le ver­wen­det wur­den. Ein unge­wöhn­li­ches Meis­ter­werk kön­nen Sie im Stadt­zen­trum auf der „Brun­nen­mei­le“ sehen. Es gibt auch ande­re far­ben­fro­he Expo­na­te, die die Auf­merk­sam­keit der Pas­san­ten auf sich ziehen.

Die engste Straße der Welt

Die engs­te Stra­ße der Welt — die Spreu­er­hof­stra­ße in Baden-Würt­tem­berg ist ein klei­ner Spalt zwi­schen zwei Gebäuden.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die engste Straße der Welt, Deutschland. Foto: KK Imaging / Shutterstock.com

Auf­grund ihrer Minia­tur­brei­te, die an ver­schie­de­nen Stel­len zwi­schen 31 und 50 Zen­ti­me­tern vari­iert, wur­de die Stra­ße ins Guin­ness-Buch der Rekor­de auf­ge­nom­men. Der Grund für den Bau der Stra­ße im Jahr 1726 war ein mons­trö­ser Brand. Es ist inter­es­sant, dass vie­le moder­ne Deut­sche, die eine Diät machen, um Gewicht zu ver­lie­ren, sich zum Ziel gesetzt haben, die legen­dä­re Stra­ße ent­lang zu gehen und nicht in einem engen Gang ste­cken zu bleiben.

“Haus-Kopf-Über”

Haus-Kopf-Über in Rügen, Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Wenn Sie sich die­ses Gebäu­de anse­hen, scheint es, dass dies eine opti­sche Täu­schung ist. Tat­säch­lich ist das Haus jedoch ver­kehrt her­um gebaut.

Haus-Kopf-Über. Foto: Rico Markus / Shutterstock.com

Der Haupt­ge­dan­ke sei­nes Baus in Put­bus war es, Tou­ris­ten anzu­lo­cken. Das Gebäu­de, das in sei­ner archi­tek­to­ni­schen Gestal­tung auf­fällt, sieht aus wie ein gewöhn­li­ches Haus mit möblier­ten Zim­mern im Inne­ren. Sei­ne Kos­ten betra­gen 300.000 €. Die­ses Haus hat eine ähn­li­che Ein­rich­tung auf der Insel Use­dom, sie heißt „Die Welt steht Kopf“.

Skulptur “Nürnberger Hase” in Nürnberg

Die Skulp­tur wur­de 1984 zur Besich­ti­gung geöff­net. Ihr Autor ist Jür­gen Goe­rz. Bei der Erstel­lung sei­ner Wer­ke ließ sich der Meis­ter von der Hand­lung des berühm­ten Renais­sance-Gemäl­des „Feld­ha­se“ inspi­rie­ren. Die­se Anzie­hungs­kraft führt unter ande­rem zu einer zwie­späl­ti­gen Bewertung.

Skulptur. Foto: shutterstock.com

Aber fai­rer­wei­se muss man sagen, dass der Hase ein ziem­lich furcht­ein­flö­ßen­des Aus­se­hen hat und wenig Ähn­lich­keit mit einer Bild­fi­gur hat. Und das ist kei­ne Über­trei­bung. Immer­hin sehen Pas­san­ten einen toten Hasen, der mit sei­nen klei­ne­ren Brü­dern aus der Kis­te fällt. Und unter dem rie­si­gen Rah­men schau­en auch die Bei­ne des von der Kis­te zer­quetsch­ten Hasen her­vor. Aber in die­ser Geschich­te woll­te der Bild­hau­er kei­nen Sadis­mus zei­gen. Im Gegen­teil, er ver­such­te, die Idee zu ver­mit­teln, dass die Welt um ihn her­um respek­tiert wer­den soll.

Goseck-Kreis in Sachsen-Anhalt

Die Ein­zig­ar­tig­keit die­ser Sehens­wür­dig­keit liegt viel­mehr nicht in ihrer Erschei­nung, son­dern dar­in, dass die­se Anla­ge um 49 v. Chr. geschaf­fen wurde.

Goseck-Kreis in Sachsen-Anhalt / Foto: Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock.com

Heu­te ist sie das ältes­te bekann­te Son­nen­ob­ser­va­to­ri­um der Welt. Sie wur­de 1991 ent­deckt. Seit­dem gibt es immer wie­der vie­le Tou­ris­ten, die sich für unge­wöhn­li­che Sehens­wür­dig­kei­ten interessieren.

Rakotzbrücke

Die­se Sehens­wür­dig­keit hat einen ande­ren Namen — die Teu­fels­brü­cke. Sie befin­det sich in Sach­sen, in einem Park von Aza­le­en und Rho­do­dend­ren in Kromlau.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Rakotzbrücke / Foto: Andreas Wolochow / Shutterstock.com

Die Brü­cke wur­de 1860 erbaut und befin­det sich im Her­zen des im Stil des „Eng­li­schen Gar­tens“ ange­leg­ten Parks. Ange­sichts der Zer­brech­lich­keit der Kon­struk­ti­on darf die unge­wöhn­li­che Brü­cke nicht betre­ten wer­den und ist nur für visu­el­le Beob­ach­tung zugänglich.

Hof der Elemente in Dresden

Das Gebäu­de fas­zi­niert mit einer unge­wöhn­li­chen Fas­sa­de. Künst­ler, die hier leb­ten, waren oft an der Gestal­tung betei­ligt. Autoren des Kunst­ob­jekts sind die Künst­le­rin Annet­te Paul sowie die Desi­gner Chris­to­pher Ross­ner und And­re Tem­pel. Eine Beson­der­heit die­ser Fas­sa­de sind die an der Wand befind­li­chen Trich­ter mit spe­zi­el­len Fall­roh­ren, durch die Was­ser fließt und unge­wöhn­li­che Klän­ge einer Was­ser­sym­pho­nie erzeugen.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Gericht der Elemente in Dresden (deutsch: Dresden). Foto: Andres Garcia Martin / Shutterstock.com

Eine Archi­tek­to­ni­sche Sehens­wür­dig­keit mit unge­wöhn­li­cher Aus­sen­ge­stal­tung und musi­ka­li­schem Hin­ter­grund löst bei den Besu­chern vie­le posi­ti­ve Emo­tio­nen aus.

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Heidelberger Fass

Das Hei­del­ber­ger Faß ist ein rie­si­ges Holz­fass für Wein, des­sen Aus­ma­ße ein­fach über­wäl­ti­gend sind. Als Lager­ort für ein gro­ßes Gefäß für das Bac­chus-Getränk die­nen die im 13. Jahr­hun­dert erbau­ten Kel­ler des Hei­del­ber­ger Schlos­ses. Das Fass­vo­lu­men beträgt 219.000 Liter Wein, mit dem 292 000 Fla­schen gefüllt wer­den können!

Die ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Heidelberger Faß. Foto: Sanga Park / Shutterstock.com

Die Tou­ris­ten, die „kei­ne ein­fa­chen Wege suchen“, ver­su­chen in Deutsch­land immer wie­der unge­wöhn­li­che Sehens­wür­dig­kei­ten zu fin­den und zu besu­chen. Und es lohnt sich, denn die Ein­drü­cke blei­ben unver­gess­lich, und zwar ein Leben lang!

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