Was sind die Phasen von Token Verkäufen, ihre Reihenfolge, Bedeutung und Wichtigkeit für Investoren und Projektentwickler. Ist es möglich, Token zu verkaufen, ohne alle Etappen zu nutzen, und welche Vorteile ergeben sich aus der einen oder anderen Stufe für beide Parteien? Diese Fragen werden in diesem Artikel behandelt.

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Damit ein Token Sale mög­lichst erfolg­reich ist und die gewünsch­ten Stu­fen erreicht, füh­ren die Kryp­to-Ent­wick­ler ihn in meh­re­ren Etap­pen durch. Schau­en wir uns an, wel­che Stu­fen von Token Sales heut­zu­ta­ge am häu­figs­ten vorkommen.

1. Stufe des Token Sales

Die ers­te Etap­pe ist meis­tens der Pri­vat­ver­kauf. Ein Pri­vat­ver­kauf oder eine Pri­vat­run­de. Die­se Pha­se steht in der Regel Groß­in­ves­to­ren, engen Mit­ar­bei­tern, Freun­den und den engs­ten Ver­trau­ten der Ent­wick­ler zur Ver­fü­gung. Manch­mal sind kei­ne Groß­in­ves­to­ren betei­ligt, manch­mal aber auch nur die­se. Es hängt alles von den Plä­nen und Ansich­ten der Pro­jekt­orga­ni­sa­to­ren ab.

Natür­lich sind die Inves­to­ren in die­ser Pha­se am risi­ko­reichs­ten. Es ist näm­lich noch nicht bekannt, wozu das Pro­jekt­team fähig ist und wie erfolg­reich selbst die ers­ten Aktio­nen und Part­ner­schaf­ten sein wer­den. Die mög­li­chen Gewin­ne aus einer Betei­li­gung an Pri­va­te Equi­ty kön­nen jedoch auch am höchs­ten sein.

In der Regel besteht die Haupt­be­din­gung für die Teil­nah­me an der Inves­ti­ti­on in das Pro­jekt in der ers­ten Pha­se dar­in, dass die Token für einen bestimm­ten Zeit­raum auf den Kon­ten der Inves­to­ren ver­blei­ben. Daher wer­den die­se Token in den meis­ten Fäl­len für einen bestimm­ten Zeit­raum ein­ge­fro­ren. Das bedeu­tet, dass die Token in der Bilanz des Anle­gers ste­hen, der Anle­ger aber nicht die tech­ni­sche Mög­lich­keit hat, sie von der Adres­se zu ver­schie­ben, von der aus der Kauf getä­tigt wurde.

2. Stufe — Pre Sale

Die zwei­te Pha­se des Token-Ver­kaufs ist der Vor­ver­kauf. Vor­ver­kauf oder Vor­ver­kauf. Der Wert der Token ist im Ver­gleich zur ers­ten Pha­se des Ver­kaufs bereits leicht gestie­gen. In die­sem Sta­di­um haben die Ent­wick­ler in der Regel bereits etwas zu bie­ten, das Inves­to­ren in Betracht zie­hen können.

Das Team ver­fügt mög­li­cher­wei­se bereits über bestimm­te Part­ner­schaf­ten, kla­re­re Plä­ne, fer­ti­ge Prä­sen­ta­ti­ons­un­ter­la­gen wie eine Road­map, eine White­list, einen Mar­ke­ting­plan und ande­re. Dabei han­delt es sich um so genann­te Pre-ICOs, Vor­ver­käu­fe im Rah­men von Aus­schrei­bun­gen, Lot­te­rien, Teil­nah­me an wei­ßen Lis­ten und andere.

Die Vor­ver­käu­fe kön­nen in meh­re­ren Run­den statt­fin­den. Dar­über hin­aus sind sie in letz­ter Zeit bei klei­nen Kryp­to-Inves­to­ren sehr beliebt gewe­sen. In die­ser Pha­se haben die Ent­wick­ler die Mög­lich­keit, ihr Pro­dukt noch ein­mal an einem grö­ße­ren Nut­zer­kreis zu tes­ten. In ähn­li­cher Wei­se kön­nen Ent­wick­ler die Zahl der Teil­neh­mer in ihren Gemein­schaf­ten erheb­lich stei­gern. Daher dient die­se Pha­se auch der Werbung.

3. Stufe — Public Sale

Und schließ­lich ist da noch der öffent­li­che Ver­kauf, der öffent­li­che Ver­kauf von Token. Dies ist der Zeit­punkt aller ICOs, IEOs, IDOs und ande­rer Ange­bo­te, an dem die Token von der größ­ten Anzahl wil­li­ger Teil­neh­mer erwor­ben wer­den kön­nen. Dies ist bereits ein öffent­li­cher Ver­kauf für Inves­to­ren aller Ebe­nen, gefolgt von Börsennotierungen.

Der Preis pro Token ist bereits fest­ge­legt und es gibt kei­ne Rabat­te, Wett­be­wer­be oder beson­de­re Kauf­be­din­gun­gen. Die Kauf­ri­si­ken sind nicht mehr so hoch wie in den vor­an­ge­gan­ge­nen Pha­sen, aber sie bestehen wei­ter­hin. Dem­entspre­chend sind auch die mög­li­chen Erträ­ge geringer.

Für die meis­ten Anle­ger ist es jedoch die grö­ße­re Sta­bi­li­tät und Ver­füg­bar­keit, die die­se Pha­se im Gegen­satz zu den vor­he­ri­gen Pha­sen attrak­tiv macht.

Cryp­to­pro­ject-Teams kön­nen nach eige­nem Ermes­sen und für ihre eige­nen Zwe­cke belie­bi­ge Pha­sen des Token Ver­kaufs über­sprin­gen. Nach dem ICO-Boom im Jahr 2017 began­nen vie­le Start-ups, die­se Art von Token-Ver­kauf zu mei­den, da sie einen schlech­ten Ruf genießt.

Das Modell des pri­va­ten Token-Ver­kaufs ist in den Vor­der­grund gerückt. Das kön­nen sich natür­lich nur eta­blier­te Ent­wick­lungs­teams leis­ten, die bereits bei der Grün­dung bereit­wil­li­ge Inves­to­ren für ihre Star­tups haben. Jedes Team erstellt sei­nen eige­nen Plan für die Ent­wick­lung und den Ver­kauf sei­ner eige­nen Token. Und die­ser Plan kann bestimm­te Pha­sen des Token-Ver­kaufs ausschließen.

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Titelbild: Tima Miroshnichenko / Pexels.com

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