Die Gefahren der Legalisierung von Bitcoin. Warum sind Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte heute nicht in fast allen Ländern legalisiert? Warum könnte es nicht profitabel sein? Und wird es in Zukunft eine Legalisierung geben?

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Heu­te ist die Kryp­to­wäh­rungs­bran­che sehr gut ent­wi­ckelt. Fast jeder hat schon von Bit­coin gehört. Vie­le Unter­neh­men und sogar Staa­ten inte­grie­ren die Kryp­to­wäh­rung in ihre Sys­te­me. Vie­le Län­der sind jedoch immer noch miss­trau­isch gegen­über digi­ta­len Ver­mö­gens­wer­ten. Und ihre Ent­wick­lung ist noch lan­ge nicht auf dem höchs­ten Niveau. 99% aller Staa­ten sind immer noch miss­trau­isch gegen­über Bit­coin und wol­len ihn in ihrem Land nicht lega­li­sie­ren. War­um ist dies der Fall? Wel­che Gefah­ren birgt die Lega­li­sie­rung von Bitcoin?

Die Gefahren der Legalisierung von Bitcoin — Aktuelle Lage

Bis März 2022 hat nur ein Land auf der Welt Bit­coin voll­stän­dig und offi­zi­ell lega­li­siert. Die­ses Land ist El Sal­va­dor. Alle ande­ren, ins­be­son­de­re die Groß­mäch­te, haben sich in 2 Lager geteilt. Die­je­ni­gen, die ver­su­chen, Kryp­to­wäh­run­gen und Bit­coin mode­rat zu regu­lie­ren (der kor­rek­tes­te Ansatz). Und die­je­ni­gen, die Kryp­to­wäh­run­gen ver­bie­ten oder ignorieren.

Wenn letz­te­res klar ist, was ist dann der Unter­schied zwi­schen Regu­lie­rung und Lega­li­sie­rung? Die Lega­li­sie­rung ist die voll­stän­di­ge Imple­men­tie­rung eines Kryp­to-Assets in das Wirt­schafts­sys­tem eines Lan­des. In El Sal­va­dor zum Bei­spiel kann man über­all mit Bit­coin bezah­len, und er wird im öffent­li­chen Beschaf­fungs­we­sen ver­wen­det. Sie wer­den auch zur Zah­lung von Gehäl­tern ver­wen­det. Bit­coin ist gleich­wer­tig mit der Landeswährung.

Die Regu­lie­rung ist eine punk­tu­el­le Geneh­mi­gung für die Nut­zung des digi­ta­len Ver­mö­gens­wer­tes. So kann Bit­coin zum Bei­spiel ver­wen­det wer­den, um Steu­ern zu zah­len, Waren nur an einem bestimm­ten Ort zu kau­fen usw. Ein Para­de­bei­spiel für einen sol­chen Staat ist die Schweiz.

Was sind die Hauptgefahren der Bitcoin-Legalisierung?

Die Hauptgefahren der Bitcoin-Legalisierung. Foto: r.classen / shutterstock.com

War­um lega­li­sie­ren dann nicht alle ande­ren Län­der den Bit­coin? Und jetzt haben wir nur noch ein klei­nes Land mit einer Bevöl­ke­rung von fast 7 Mil­lio­nen Men­schen? Tat­sa­che ist, dass Bit­coin (und die meis­ten ande­ren Kryp­to­wäh­run­gen) ide­al als Mit­tel zur Wert­stei­ge­rung geeig­net sind. Bit­coin wird auch als digi­ta­les Gold bezeich­net, und das aus gutem Grund.

Bit­coin ist der­zeit ein extrem vola­ti­ler Wert. Daher ist es äußerst schwie­rig, sie ohne Pro­ble­me in den all­täg­li­chen Zah­lungs­ver­kehr des Staa­tes ein­zu­füh­ren. Stel­len Sie sich vor, der Bit­coin ist heu­te 40.000 Dol­lar wert, mor­gen 30.000 Dol­lar und eine Woche spä­ter 50.000 Dol­lar? Das wür­de zu stän­di­gen Preis­än­de­run­gen bei allen Roh­stof­fen füh­ren. Es wür­de auch zu gro­ßen Schwie­rig­kei­ten im Bank- und Kre­dit­we­sen füh­ren. Daher ist der Bit­coin als Zah­lungs­mit­tel für die Bevöl­ke­rung des Lan­des der­zeit eine äußerst frag­wür­di­ge Idee.

Bitcoin und die Regierung

Auch für den Staats­ap­pa­rat wird Bit­coin nicht sehr bequem sein. Wenn der Staat Gel­der in Bit­coin hält, ändern sich sei­ne Reser­ven stän­dig. Und es ist gut, wenn bit­coin wächst und Gewin­ne für den Staat generiert.

Aber es könn­te eine Situa­ti­on ein­tre­ten, in der der digi­ta­le Wert fällt und das Geld des Staa­tes schnell abfließt. Und was, wenn das Geld hier und jetzt benö­tigt wird, um eine Kata­stro­phe zu behe­ben? Oder um die Armee zu versorgen?

Der Bit­coin ist der­zeit extrem unbe­re­chen­bar, was ihn als idea­les Zah­lungs­mit­tel aus­schließt. Und das ist es, was von einer staat­li­chen Wäh­rung ver­langt wird. Ich möch­te behaup­ten, dass die­ses Sze­na­rio in 10–20 Jah­ren mög­lich ist. Bit­coin wird im Preis stei­gen und sei­ne Vola­ti­li­tät wird abneh­men. In die­sem Fall wer­den sich mehr Län­der dafür inter­es­sie­ren. Und erst dann wird der Bit­coin als natio­na­le Wäh­rung betrach­tet werden.

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Titelbild: Serhii Yevdokymov / shutterstock.com

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